Am 1. Januar 1871 kaufte der Urgroßvater, Friedrich Weitzel einen Teil des Betriebes. Durch die spätere Heirat mit der Tochter des Nachbarn entstand dann der heutige Hof mit damals 60 Hektar, bester Böden, am Südende der Magdeburger Börde.

Der Hof des Urgroßvaters um 1900,

Schon damals erkannte der Urgraßvater, das es wichtig ist, auch die nicht so wohlhabende Bevölkerung, in der Vielzahl waren dies die im Kupferschieferbergbau tätigen Arbeiter, mit kräftiger Nahrung zu versorgen. 

So baute er eine "Saftfabrik" (welche der Familie den Namenszusatz "Saftweitzel" einbrachte), in der aus Zuckerrüben Sirup hergestellt wurde. Den Saft verkaufte die Urgroßmutter.

 

Dampf-Dreschmaschine um 1910, vor der 1850 erbauten Scheune.

Im Verlauf der Jahre gewann die Saatgutvermehrung für Zuckerrüben und Gemüsesämereien immer mehr an Bedeutung. Die Sirupproduktion wurde aufgegeben und der Betrieb spezialisierte sich auf die Saatgutvermehrung. Als der Großvater, ebenfalls Friedrich Weitzel, 1940 starb, umfaßte der Betrieb 175 Hektar Eigentumsflächen und nochmals ca 150 Hektar Pachtflächen. 

Älterer Teil des Hofes nach der Zusammenlegung, ca. 1920.

  Mercedes-Kompressor des Großvaters um 1920, der von dem kommunistischen Revolutionär Max Höltz "beschlagnahmt" wurde. An einer geschlossenen Bahnschranke wurde dieser von einem Neffen des Großvaters entdeckt und Max Höltz verhaftet, das Auto dem Großvater wiedergegeben.

Dieser oben beschriebene Fleiß wurde 1945 durch die Bodereform bestraft, die Familie wurde durch die russische Besatzungsmacht entschädigungslos enteignet und vertrieben. Nach der Wende 1990 wurde diese Enteignung durch die Bundesregierung bestätigt.

Nichtsdestoweniger begannen wir 1993 den Betrieb für die Familie wieder aufzubauen.

  Schlüsselübergabe im März 1993.

Die Hoffläche konnte erst im Jahr 2000 von der BVVG (ehemals Treuhand) zurückgekauft und ein Jahr später von dem ehemaligen "Weitzelland" 17 Hektar von der BVVG erworben werden.

Im Jahr 2004 "durften" wir weitere ca. 20 Hektar "begünstigt" erwerben. Welch ein "Act d´homage" unseres Staates !(erst wird man beklaut und dann darf man sein Eigentum vom Hehler zurückkaufen!)

Somit werden nun ca. 52 Hektar bester Bördeboden, in der Nähe des Hofes gelegen, bewirtschafte und ca. 5 Hektar Photovoltaikparks als Grünland genutzt.

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